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Eine provokante Komdie ber die Schwierigkeiten, eine glckliche Beziehung zu leben! Nach dem gleichnamigen Bestseller von Helmut Krausser.

Einsamkeit und Sex und Mitleid

Deutschland 2017,
Regie: Lars Montag

Frei ab 16 Jahren,
119 Minuten

Eintrittspreis: 8,00 Euro,
ermigt: 7,00 Euro


Pfeil SA 24.6. um 21.30 Uhr

Pfeil SO 25.6. um 20.00 Uhr

Pfeil DI 27.6. um 20.00 Uhr


Die Verfilmung des bitterbsen Bestsellers von Helmut Krausser ber die Liebe in neurotischen Zeiten erweist sich als clever konstruiert, mit visuellem Einfallsreichtum inszeniert sowie einem schillernden Figurenkarussell, das ein hochkartiges Ensemble mit sprbarer Spielfreude zum Besten gibt. Umwerfend komisch, unheimlich traurig: Ein funkelnder Diamant des Arthaus-Kinos - zugleich ein flammendes Pldoyer fr die dramatisch bedrohte Gourmet-Kultur der Wurstabschnitte.

Ein Film, dessen Titel sich im Versma der Nationalhymne aufsagen lsst, hat schon vorab einen Originalitts-Bonuspunkt. Den zweiten gibt’s gleich obendrein fr jenes verspielt poppige Plakat, das an Pedro Almodvars beste, wilde Zeiten erinnert. Beides knnten bloe Werbemtzchen sein - doch diese rabenschwarze Komdie hat tatschlich eine substanzielle Wucht, wie sie im deutschen Kino selten ist.

Die Lage der Nation in Sachen Liebe, knnte dieses kuriose Kaleidoskop berschrieben sein. Flsternde Erzhlerstimmen geben eine Einfhrung in das famose Figurenkabinett. Da wre der Thomas, ein Polizist mit latentem Rassismus-Problem. Wer knnte solch spieigen Unsympathen besser geben als „Muxmuschenstill“-Star Jan Henrik Stahlberg! Thomas mimt gern den Macho vor seiner verschchterten Kollegin Carla (Friederike Kempter), mehr als ein gemeinsamer Sauna-Besuch luft jedoch nicht. Supermarktleiter Uwe (Peter Schneider) geht die Sache pragmatischer an, er macht Kontakte bers Internet, wie zum Beispiel mit Knstlerin Janine (Katja Brkle). Da ist Uwes Ex schon whlerischer. Sie bucht Callboy Vincent (Eugen Bauder) mit hchst detaillierten Vorstellungen, an denen der hbsche Escort-Boy freilich verzweifeln knnte. Bei der Teenager-Liebe knirscht es gleichfalls im Gefhlsgeblk. Dem sensiblen Johannes (Aaron Hilmer) macht eine Sekte die Hlle hei, als er erste Mdchentrume beichtet. Sein Objekt der Begierde Swentja (Lilly Wiedemann), muss sich derweil den forschen Mahmud (Hussein Eliraqui) vom Hals halten. Irgendwie findet die 14-Jhrige dessen plumpe Anmache aber auch ziemlich cool. Als ihre kleine Schwester Sonja pltzlich verschwindet, bekommt das Figurenkarussell einen dramatischen Kick.

So kompliziert und abstrus diese „Wer liebt wen, warum und wie?“-Geschichten klingen mgen, so lssig und verspielt sind sie miteinander verwoben. Immer wieder gibt es berraschende Wendungen sowie neue Verknpfungspunkte, die fr verblffende Wow-Effekte sorgen. Die klassischen Beziehungsthemen wie die Suche nach Liebe, die Angst vor Einsamkeit oder das Verlangen nach Sex werden satirisch flott aufgemischt und mit visuellem Einfallsreichtum inszeniert. Beim Scheitern dieser Helden ist der Zuschauer prompt mittendrin, statt nur dabei. Die wortwitzigen Dialoge fallen dabei so gelungen aus wie die Situationskomik. Vom beweglichen Sex-Cartoon auf der Teenager-Innenhand ber die Gefahren von Staubsauger-Robotern fr einsame Singles bis zu den Vorzgen von Wurstabschnitten.

Autor:
Dieter Owald
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de
  •  Offizielle Filmwebseite
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