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Ein vergnglich-verspielter Streich des amerikanischen Independent-Filmers Mike Mills, wirklich originelles Indie-Kino fr Herz und Kopf!

Jahrhundertfrauen

USA 2016,
Regie: Mike Mills

Ohne Altersbeschrnkung,
118 Minuten

Eintrittspreis: 8,00 Euro,
ermigt: 7,00 Euro


Pfeil SA 24.6. um 21.15 Uhr

Pfeil SO 25.6. um 20.00 Uhr

Montag ist Originaltag: 20th Century Women


Pfeil MO 26.6. um 20.00 Uhr

Pfeil zustzlich MI 28.6. um 19.30 Uhr
in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln


Von dem deutschen Filmtitel sollte man sich nicht irritieren lassen. Dies ist kein bebilderter Wikipedia-Artikel ber weibliche VIPs, sondern der nchste, gelungene Komdien-Streich von Indie-Filmer Mike Mills (Beginners), der es mit seinem Drehbuch diesmal bis ins Oscar-Rennen geschafft hat. Erzhlt wird die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Dorothea Fields (Annette Bening), die im Kalifornien Ende der 1970er Jahre mit der Erziehung des heranwachsenden Sohnes Jamie ins Stolpern kommt. Um den fehlenden Mann im Haus zu ersetzen, baut Mama spontan auf Frauen-Power: Die selbstbewusste Fotografin Abbie (Greta Gerwig) sowie Teenager Julie (Elle Fanning), die beste Freundin ihres Sohnes seit Kindergarten-Tagen, sollen fortan solidarisch bei der Erziehung mithelfen. Der sensible Jamie reagiert zunchst nicht unbedingt begeistert auf diese unorthodoxe Pdagogik-Manahme, aber er lsst sich auf den Deal ein und erkennt fortan schnell die Vorteile als Hahn im Korb.

Mit zwei verschiedenen Erzhlerstimmen (von der Mutter und vom Sohn) sowie raffiniert eingebauten Rckblenden wird die Coming-of-Age-Geschichte kunstvoll konstruiert und ganz nebenbei ein Zeitgeist-Kaleidoskop geboten. Sei es mit jener berhmten TV-Rede von Jimmy Carter, der engagiert den Konsum und die Gier seiner Landsleute geielt. Oder mit den Problemen, die man als bekennender Fan der ziemlich intellektuellen "Talking Heads" in der Provinz bekommen kann. Im Kern steht freilich das Familienleben, das von kleinen Alltagsproblemen bis zu groen dramatischen Einschnitten wie Krebserkrankungen stets mit lssig lakonischem Humor beleuchtet wird.

Das ausgesprochen hbsch entwickelte, zudem psychologisch plausible Figurenkabinett wird von einem exzellenten Ensemble verkrpert, dem die Spielfreude sprbar anzumerken ist. Allen voran Annette Bening, die einmal mehr mit groartiger Leinwandprsenz beweist, dass sie trotz vier vergeblicher Oscar-Anlufe zu den besten Darstellerinnen ihrer Generation gehrt. Nicht minder berzeugend agieren ihre jungen Frauenpower-Kolleginnen Greta Gerwig als bercoole Rebellin mit Herz und Elle Fanning als verletzlicher Teenie mit Weltschmerz samt Schwangerschaftssorgen. Auch Newcomer Lucas Jade Zumann schlgt sich absolut wacker als berzeugendes Sensibelchen in diesem Girlie-Trio.

Neben der gekonnt erzhlten Coming-of-Age-Geschichte - das Drehbuch war auch fr den Oscar nominiert - wird ein zauberhaftes Zeitgeist-Kaleidoskop der spten 70er Jahre geboten samt gut geschliffener Dialoge. Fr zustzliches Vergngen sorgt ein Sahnehubchen-Soundtrack, der von David Bowie ber The Clash und Devo bis zu den Talking Heads reicht.

Autor: Dieter Owald
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de


  • Pressestimme:
    "Sollten Sie vorhaben, dieses Jahr nur ein einziges Mal ins Kino zu gehen, dann bitte in diesen Film. Besser geht es nicht. Starke, unvergessliche Frauenfiguren, mit Liebe und schlauem Witz gezeichnet und wunderbar gespielt. Gehrt ab sofort zu meinen ewigen Lieblingsfilmen."
    BRIGITTE
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