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Mit sommerlicher Wrme und flirrender Heiterkeit erzhlt Jens Wischnewski eine sensible Geschichte ber Liebe, Verlust, Trauer und den Glauben an das Leben.

Die Reste meines Lebens

Deutschland 2016,
Regie: Jens Wischnewski

Ohne Altersbeschrnkung,
108 Minuten

Eintrittspreis: 7,50 Euro,
ermigt: 6,50 Euro


Pfeil Nur einen Tag im Programm:

Pfeil MI 28.6. um 20.30 Uhr


Schimon hat bereits in jungen Jahren von seinem Grovater gelernt, das Leben so zu nehmen, wie es kommt. Bislang ist der junge Mann damit auch gut gefahren, denn das Schicksal scheint ihm wohl gesonnen. In San Francisco hat der Deutsche nicht nur als Tonknstler sein berufliches Glck, sondern auch mit der Bildhauerin Jella die ganz groe Liebe gefunden. Doch dann bricht, zurck in Deutschland, das Unglck ber ihn herein, mit einer solchen gnadenlosen Wucht, dass auch ein Glckskind wie Schimon ins Wanken gert. Bei einem denkbar unglcklich verlaufenden Unfall verliert er seine schwangere Frau. Nur zwei Wochen spter bndelt er bereits mit der hbschen Musikerin Milena (Luise Heyer) an. Die erfhrt erst am Morgen nach der ersten Nacht, dass ihr Traummann in Wahrheit frisch verwitwet ist und zieht zuerst einmal die Reileine.

Mit diesem tragikomischen Tohuwabohu bringt Jens Wischnewski seine etwas andere Dreiecks-Geschichte ins Rollen. Leicht htten dabei die Figuren unter einem Wust an wahnwitzigen Schicksalsschlgen verloren gehen knnen, aber dem Regisseur gelingt es, sich mit dramaturgischen Kniffen und feiner Charakterzeichnung den Blick fr das Wesentliche zu bewahren. Whrend er langsam die unter skurrilen Vorzeichen gestartete Beziehungsgeschichte zwischen Schimon und Milena weiter spinnt, kommen in Rckblenden immer mehr Begebenheiten aus dem frheren Leben von Schimon mit Jella in San Francisco zum Vorschein. Allmhlich offenbart sich dem Zuschauer, warum Schimon so sehr darauf vertraut, dass das Schicksal es gut mit ihm meint, obwohl ihm gerade doch so viele schreckliche Dinge widerfahren sind.

Gleichzeitig verdichten sich die Vorzeichen dafr, dass seine Art und Weise der Trauerbewltigung nicht ohne Rckschlge und schmerzliche Dj-vus vonstattengeht. Milena wiederum muss sich fragen, ob ihr in diesem Szenario nur die Rolle einer Trsterin und Ersatzfrau zufllt, oder ob die beiden eine Chance fr eine eigenstndige Beziehung bekommen. Schnelle und einfache Antworten sucht Jens Wischnewski fr diese Fragen nicht, lieber lsst er seinen Figuren gengend Raum, um sich zu entfalten. Dabei kann sich die Regie voll und ganz auf die Schauspieler verlassen, die ihre Rollen ebenso glaubwrdig wie lebendig verkrpern. hnlich unverbraucht wie die Gesichter der drei Hauptdarsteller kommt auch der Drehort Karlsruhe daher, der von Kameramann Dominik Berg als stimmungsvolle Kulisse fr das tragikomische Geschehen perfekt ins Bild gesetzt wird. Unterm Strich, ist dem Regisseur hier ein starkes Debt gelungen, das Lust auf mehr macht.

Autor:
Norbert Raffelsiefen
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de
  •  Offizielle Filmwebseite
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