Wir zeigen heute,
Montag, den 23.04.2018:


20:00:
Ready Player One 3D

20:00:
Zwei Herren im Anzug

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Impressum

 
 
Diese behutsame Verfilmung bleibt dem Geist der Augsburger Puppenkiste treu und erzhlt die Geschichte einer wunderbaren Freundschaft:

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivfhrer

Deutschland 2018,
Regie: Dennis Gansel

Ohne Altersbeschrnkung,
109 Minuten,
Prdikat: besonders wertvoll


Weitere Vorstellungen am kommenden Wochenende!


Im Zuge der Neu- und Erstverfilmungen deutscher Kinder- und Jugendbuchklassiker kommt nun auch "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivfhrer" in einer Realverfilmung ins Kino. Dennis Gansels Film ist dabei deutlich dem Geist der Augsburger Puppenkiste treu, deren Version der Geschichte ganze Generationen prgte. Eine gute Entscheidung, die zum Charme dieser Verfilmung beitrgt.

Eines Tages wird auf der kleinen Insel Lummerland ein Paket angesplt in dem die Bewohner - Frau Waas (Annette Frier), Herr rmel (Christoph Maria Herbst), Lukas, der Lokomotivfhrer (Henning Baum) und der Knig, Alfons, der Viertel-vor-Zwlfte (Uwe Ochsenknecht) - ein kleines, schwarzes Kind finden. Jahre spter ist dieses Kind zu Jim Knopf (Solomon Gordon) herangewachsen und macht sich bald mit Lukas und der Lokomotive Emma auf eine weite Reise. Eigentlich wollte Jim das Rtsel seiner Herkunft lsen, doch stattdessen landet das Trio zunchst in dem fernen Land Mandala, wo sie von der Entfhrung der Prinzessin Li Si (Leighanne Esperenzate) erfahren, deren Rettung fortan im Mittelpunkt steht. Auf ihrer abenteuerlichen Reise durchstreifen sie Wsten, treffen auf den Scheinriesen Herr Tur Tur (Milan Peschl) und geraten schlielich in die finstere Drachenstadt.

"Eine Insel mit zwei Bergen und dem tiefen weiten Meer, mit viel Tunnels und Geleisen und dem Eisenbahnverkehr." So beginnt eine der bekanntesten Melodien der deutschen Fernsehgeschichte, das Titellied von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivfhrer" in der Version der Augsburger Puppenkiste. Besonders die farbige Version von 1977 (eine erste Version in schwarz-wei wurde 1961, nur ein Jahr nach Verffentlichung des Romans von Michael Ende gedreht) zhlt zum schnsten, was im deutschen Fernsehen zu sehen war und ist in unvermeidlicher Weise der Mastab, an dem sich nun auch Dennis Gansels Realverfilmung messen lassen muss.

Ganz offensiv gehen Gansel und seine vier Drehbuchautoren diese Hrde an und verzichten dezidiert darauf, die Geschichte zu modernisieren. Zum Glck, denn man mag sich gar nicht vorstellen, wie es gewirkt htte, wenn aus dem furchtbar freundlichen Jim Knopf der Vorlage, ein typischer, moderner deutscher Kino-Junge gemacht worden wre, der Hip-Hop hrt und die Erwachsenen mit flapsigen Sprchen nervt.

Das tut auch Dennis Gansels Film, dem man ansieht, mit welchem Aufwand er produziert wurde, der es aber trotz seiner schwelgerischen Landschaftsaufnahmen und der bombastischen Ausstattung schafft, nicht zum puren Spektakel zu verkommen. Denn im Kern ist auch diese Neuverfilmung von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivfhrer" bei allem Aufwand die rhrende Geschichte einer Freundschaft zwischen Waisenkind, Lokomotivfhrer und Lokomotive, ein wundervolles Mrchen, das von Werten erzhlt und mit der unbndigen Phantasie von Michael Ende in eine fabelhafte und fantastische Welt entfhrt.

Autor: Michael Meyns
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de
  •  Offizielle Filmwebseite
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