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Donnerstag, den 21.06.2018:


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Der sehenswerte Dokumentarfilm geht der bedeutenden Frage nach, wie die Menschen Wlder, Felder und Wiesen mit den Wildtieren teilen, die dort leben.

Auf der Jagd - Wem gehrt die Natur?

Deutschland 2018,
Drehbuch und Regie: Alice Agneskirchner

Frei ab 6 Jahren,
100 Minuten


Weitere Vorstellungen sind geplant!


In mehrfacher Hinsicht eine positive Filmberraschung: Zunchst einmal geht es nicht, wie es naheliegend wre, um Jgerbashing oder die Verniedlichung von Wildtieren, sondern um eine differenzierte Auseinandersetzung mit einer ganz besonderen deutschen Spezialitt: mit dem Wald. Jgerinnen und Jger kommen ebenso zu Wort wie Naturschtzer und Biologen. Dieser ganz besondere Spaziergang durch Deutschland zeigt wunderschne Naturaufnahmen in selten gesehener Bildqualitt und ist gleichzeitig hoch informativ. Neben Interviews sensibilisieren viele Daten und Fakten fr eine Herausforderung, die mit der wachsenden Besiedlung einhergeht und sich nicht einfach durch mehr Naturschutzgebiete lsen lsst: Wie geht der Mensch mit dem bisschen Natur um, das noch da ist? Fr Jugendliche drfte der Film ebenso spannend und interessant sein wie fr die zahlreichen Kinofans, die sich mit Fragen von Umwelt und Natur beschftigen.

Zum Beginn sieht man Wlfe laufen, ein sehr ursprnglicher Anblick. Sie schnren im Trab durchs Gelnde, sehr schnell, sehr zielstrebig. Der Wolf ist nicht nur ein Wildtier, er ist Angstgegner und gleichzeitig Konkurrent des Menschen, wenn es um den Anspruch auf Beute geht. Falls man die Natur als Kriegsschauplatz oder als Sport- und Freizeitgelnde betrachtet, je nach Grundeinstellung, dann hat der Mensch den Wolf besiegt. Im Verlauf des Films wird das Zusammenleben von Mensch und Wolf noch eine grere Rolle spielen. Hier, am Anfang eines Films ber das Miteinander von Mensch und Natur, werden schon mal die Claims abgesteckt: Steinzeitliche Zeichnungen zeigen Jagdbilder, der Mensch wollte schon frh das festhalten und bewahren, was ihn beschftigt. Und auch heute noch gibt es Jger, doch in festen Ritualen, nach von Menschen gemachten Gesetzen. Die Natur umgab den Menschen, sie war weder freundlich noch feindlich, sie war einfach, und der Mensch war Teil von ihr. Damit ist es schon lange vorbei.

Der Eindruck, den die exquisiten Naturaufnahmen erwecken, tuscht. Der Wald, so wie man ihn aus den Mrchenbchern kennt, existiert praktisch nicht mehr. Lediglich etwa 10 Prozent der deutschen Waldgebiete werden nicht bewirtschaftet, und das bedeutet: 90 Prozent der Wlder sind Teile der Kulturlandschaft, sie gehren jemandem, werden beaufsichtigt und vielseitig genutzt oder ausgenutzt. Vor allem werden sie bejagt, denn alle Gebiete, die nicht zu Stdten oder Ortschaften gehren, unterliegen dem Jagdgesetz und mssen (!) bejagt werden. Die Wildtiere haben sich in dieser Landschaft einen Platz suchen mssen, der immer knapper wird. Sie werden nur geduldet, wo sie nicht im Weg sind oder Rume beanspruchen, die der Mensch nutzen will. Das gilt auch fr den Wolf, der mittlerweile wieder in Deutschland heimisch geworden ist. Aber was wrde geschehen, wenn es keine Aufsicht gbe? Knnten die Tiere dann berhaupt berleben?

Alice Agneskirchner gliedert ihren Film thematisch in mehrere, lose miteinander verbundene Teile, die jeweils fr sich stehen und erst gemeinsam wirken: Landschaft und Jagd, das Tier als Nahrungsmittel, der Wolf als Rckkehrer in die Kulturlandschaft, der Kampf der Jger gegen das Aussterben der Gams. Sie stellt als Autorin und Filmemacherin wichtige Fragen. Doch auf diese Fragen gibt es keine leichten Antworten, sondern es scheint, als ob immer mehr Fragen entstehen, und die schwierigste lautet: Wie wollen wir knftig unsere Welt verwalten?

Mit ihrem Film, der mit einem sparsamen Kommentar auskommt, liefert Alice Agneskirchner wichtige Denkanste. Dazu gibt es wunderschne Bilder von Feld, Wald und Wiesen, und von den Tieren, die dort leben.

Autorin: Gaby Sikorski
Mit freundlicher Genehmigung von
  • www.programmkino.de
  •  Offizielle Filmwebseite
    Weitere Vorstellungen sind geplant!
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