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Freitag, den 19.07.2019:


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Melissa McCarthy brilliert in Marielle Hellers Kinofilm ber die Schriftstellerin Lee Israel, die in den 1990er Jahren ber 400 Briefe berhmter Persnlichkeiten flschte.

Can you ever forgive me?

USA 2018
Regie: Marielle Heller

Ohne Altersbeschrnkung,
107 Minuten,
Prdikat: besonders wertvoll


Weitere Vorstellungen sind geplant!


„Wenn du berhmt bist, kannst du dir leisten, ein Arschloch zu sein!“ Das ist der Rat, den ihre Agentin der Schriftstellerin Lee Israel mit auf den Weg gibt, bevor diese aus ihrem Bro strmt. Denn Lee benimmt sich abweisend, rde, geradezu ekelhaft unfreundlich. Als sie dringend Geld fr einen Tierarztbesuch und ihre Miete bentigt, fllt ihr durch Zufall ein Brief der amerikanischen Komikerin Fanny Brice, ber die sie eine Biografie schreiben will, in die Hnde. Als sie ihn verkaufen will, erfhrt sie von einer Buchhndlerin, dass solche Briefe bei Sammlern hohen Wert haben. Und je interessanter der Inhalt, desto mehr klingelt die Kasse. So setzt sich Lee an ihre Schreibmaschinen und schreibt ein paar Briefe. Als Dorothy Parker, Noel Coward, Ernest Hemingway. Keiner merkt etwas. Und die Kasse klingelt. Bis das FBI Lee auf die Schliche kommt. ber 400 Briefe hat Lee Israel in den 1990er Jahren geflscht – einige davon sind bis heute im Umlauf.

Mit „Can you forgive me?“ verfilmt die Regisseurin Marielle Heller nun die Memoiren der Briefflscherin. Auf der einen Seite ist die Geschichte skurril und regt aufgrund ihrer Absurditt zum Schmunzeln an. Doch der Film ist auf der anderen Seite auch tieftraurig und erzhlt die Geschichte einer gescheiterten Existenz, die mit ganz realen Nten ihr Leben alleine verbringt. Melissa McCarthy ist phnomenal in dieser Rolle und spielt Israel schnodderig schlitzohrig. In ihrer Entschlossenheit, Menschen nicht zu mgen, wirkt die Liebe zu ihrer Katze umso berhrender, was auch fr die Zweckfreundschaft mit Jack Hook gilt, einer weiteren gescheiterten New Yorker Existenz. Richard E. Grant spielt Hook als extravaganten und stndig abgebrannten Flaneur, der mit seinen Bonmots einem Oscar Wilde gleich den perfekten Gegenpart zu Israel bildet. Ihre ungewhnliche Freundschaft sorgt fr viele gelungene und scharfzngige Dialoge, bei denen man trotz allem auch eine tiefe innere Verbundenheit sprt. Hellers Erzhlton ist auch dank des exzellenten Drehbuchs von Nicole Holofcener ruhig und flieend, selbst die Enttarnung Israel geschieht ohne knstliche Dramatik. „Can you forgive me?“ ist ein wunderbar eleganter, fantastisch gespielter und sorgsam inszenierter Film ber eine Schriftstellerin, deren grtes Verbrechen auch ihr bestes Werk war.

Quelle:
Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
  • www.fbw-filmbewertung.com

  •  Offizielle Filmwebseite