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Mittwoch, den 28.10.2020:


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Dem erfolgreichen Regie-Duo Alexandre de La Patellire und Matthieu Delaporte gelingt mit ihrer berhrenden Dramdie ein wahrhaft franzsisches Buddymovie mit Tiefgang und Humor.

Das Beste kommt noch

Frankreich 2018,
Regie und Drehbuch: Alexandre de La Patellire, Matthieu Delaporte

Frei ab 12 Jahren,
118 Minuten

Eintrittspreis: 7,50 Euro,
ermigt: 6,50 Euro,
Kulturticket: 4,50 Euro


Pfeil DI 29.9. um 20.00 Uhr

Pfeil MI 30.9. um 17.30 Uhr


Was wrdest noch tun, wenn Du wsstest, dass Du bald sterben musst?, will Cesar (Patrick Bruel) von seinen besten Freund, dem geschiedenen Medizinprofessor Arthur Dreyfuss (Fabrice Luchini) wissen. Der arrivierte Wissenschaftler antwortet ihm nach einigem Nachdenken: Albert Schweitzers Grab besuchen und Proust endlich von vorne bis hinten wieder lesen. Cesar reagiert vllig entsetzt auf derartig langweilige Ideen. Damit kann der abgebrannte Hallodri und charmante Womanizer absolut nichts anfangen. Die beiden knnten nicht unterschiedlicher sein. Doch die gemeinsame Zeit im Internat schweite die Jugendfreunde ber die Jahre hinweg zusammen. Und diesmal hat sich das Schicksal fr das Duo etwas besonderes Perfides ausgedacht. Da Cesar nicht krankenversichert ist und deshalb keine Versichertenkarte besitzt, nutzt er prompt die seines Freundes, der ihn zur Untersuchung ins Hospital begleitet. Und so wird Arthur am nchsten Tag angerufen und ins Krankenhaus bestellt. Die erschreckende Diagnose: Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Er habe nur noch sechs Monate zu leben, heit es. Hilflos versucht Arthur diese Hiobsbotschaft seinem krebskranken Freund schonend beizubringen. Aber dabei kommt es zu einem folgenschweren Missverstndnis. Denn als Csar ihm freudestrahlend verkndet, dass er bald Vater wird, bringt Arthur es nicht bers Herz, seinem Freund reinen Wein einzuschenken. Er verstrickt sich in Halbwahrheiten. Und am Ende glaubt Csar, dass nicht er, sondern Arthur unheilbar krank sei. Sofort setzt er alles daran, seinem Freund auf seine letzten Tage noch ein bisschen savoir vivre beizubringen. Beide versuchen nun, den anderen aufzumuntern, die Freuden des Lebens jeden Moment zu genieen und alles was sie verpasst haben nachzuholen. Das Abenteuer Leben voll auszukosten, schwebt ihnen vor. Dabei sind absurd-komische Situationen vorprogrammiert.

Dem erfolgreichen Regie-Duo Alexandre de La Patellire und Matthieu Delaporte (Der Vorname) gelingt mit ihrer berhrenden Dramdie ein wahrhaft franzsisches Buddymovie mit Tiefgang und Humor. Das verdanken sie nicht zuletzt ihren beiden glnzenden Hauptdarstellern und franzsischen Schauspiel-Ikonen Fabrice Lucien und Patrick Bruel. Das grandiose Tandem sorgt als illustres Freundespaar auf der Suche nach der verlorenen Lebenszeit fr unvergessliche Momente. Unverwechselbar brilliert Luchini als introvertierter, belesener Wissenschaftler. Nicht umsonst gilt der Sohn einer italienischen Einwanderfamilie, der in seinen Filmen oftmals als gepflegter Dandy mit koketten Manierismen, elegant an Worten feilt, inzwischen als bestbezahlter Schauspieler der Grand Nation. Auf dem noch unausgeloteten Terrain der Mnnerfreundschaft luft er zusammen mit der franzsischen Musik-Ikone und charismatischen Charmeur Patrick Bruel zu Hchstform auf. Allround-Talent Patrick Bruel liefert mit seiner Mischung aus charmanten Schlitzohr und letztendlich warmherzigen Freund ein kongenial, schillerndes Gegenber.

Autor: Luitgard Koch
Mit freundlicher Genehmigung von
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